Ist der Bischof süchtig nach Wetten?

Ist der Bischof süchtig nach Wetten?

Wir haben uns entschieden, den Blog für die Kirchengemeinde Eschenz zu betreiben, damit wir mehr Menschen erreichen. Darum war auch zu erwarten, dass uns Leser aus Nah und Fern kontaktieren. Heute möchten wir hier öffentlich Stellung beziehen zu einem Thema, das seit einigen Tagen vermehrt zur Diskussion stand. Leserbriefe von Menschen aus einem anderen Bistum konfrontierten uns mit der Frage: Ist der Bischof süchtig nach Wetten? Wir mögen es normalerweise nicht, uns so weit aus dem Fenster zu lehnen, aber hier müssen wir unserer Ansicht nach eingreifen und eine Stellungnahme schreiben.


Das Telefonat mit den Lesern, die um das Wettverhalten des Bischofs fürchten:

Wir meldeten uns bei den Absendern der Nachrichten telefonisch und fragten nach, warum man sich mit der Frage nach dem Wett-Verhalten des Bischofs an uns wandte. Wir bekamen von keinem der Befragten eine Antwort, die uns einleuchtete. Wir haben uns entschlossen, den Bischof nicht beim Namen zu nennen und das Recht auf Anonymität und Privatsphäre aller Beteiligten zu wahren. Das Ansinnen der Fragesteller war es nämlich, ihren Leserbrief mit Vor- und Zunamen des betroffenen Bischofs auf unserer Seite zu veröffentlichen. Auf Nachfrage, ob es denn auch gewünscht wäre, die vollen Namen der Verfasser zu nennen, kam ein klares Nein. Wir führten lange Gespräche und machten freundlich, aber unmissverständlich klar:


Wir lassen uns nicht für Rufmordkampagnen missbrauchen.

Sollte es so sein, dass ein Bischof an einer Sportwetten-Sucht leidet, so wäre es doch angemessen, das Gespräch mit ihm zu suchen, anstatt ihn öffentlich zu schmähen, oder? Somit verliefen die Telefongespräche sehr durchwachsen, was die Stimmung betrifft. Es stellte sich nämlich heraus, dass kein einziger der "Besorgten" den Bischof je persönlich beim Wetten sah. Wir waren bestürzt und konnten nicht herausfinden, was die Menschen zu dieser Initiative veranlasste.


Mit Sportwetten-Sucht und Spielsucht macht man keine Scherze!

Uns kam es gleich etwas seltsam vor, dass ausgerechnet von einer Sucht nach Wetten die Rede war. Eine solche tritt nur äußerst selten auf. Die Suchtgefahr im Casino ist wesentlich höher im Vergleich zu den Sportwetten. Dieses Spielsucht-Phänomen hat wahrscheinlich etwas damit zu tun, dass manche Menschen mit einem Kontrollverlust nicht umgehen können. Einen Einarmigen Banditen kann beispielsweise niemand kontrollieren, aber es gibt Situationen, in denen Spieler der Wahnvorstellung verfallen, sie könnten es eben doch. Das sind oft Menschen, die auch sonst im Leben akut den Halt verloren haben und sich an irgendetwas festhalten möchten. Das Roulette kontrollieren oder den Spielautomaten, als Kompensation dafür, dass sie ansonsten keine Kontrolle und Sicherheit im Leben verspüren. Das ist mehr als traurig und so finden wir, dass es äußerst pietätlos ist, einem Bischof ausgerechnet eine Glücksspielsucht zu unterstellen.


Wenn der Bischof wettet oder zockt, dann sicherlich verantwortungsvoll!

Wir betonen nochmals, wir kennen den angeblich betroffenen Bischof nicht. Es gibt viele Bistümer in der Schweiz und wir haben nicht ständig persönliche Kontakte zu allen. Wie es zu dem Verunglimpfungs-Versuch kam, wir haben keine Ahnung. Vielleicht wurde der Bischof einmal gesehen, wie er im Bahigo Casino gespielt hat? Es ist auf jeden Fall anzunehmen, dass der Gerüchte-Verbreiter selbst nichts über Online Casinos weiß. Wollte er dem Bischof mit dem Gerücht schaden, war das nicht nur bösartig, sondern auch ungeschickt, da unglaubwürdig. Da wäre es wirksamer gewesen, wenn man dem Bischof Unzucht angedichtet hätte, aber im Online Casino ist die Sachlage folgende:


Hat das Online Casino eine Lizenz, wird Responsible Gaming vorausgesetzt.

Dies bedeutet verantwortungsvolles Glücksspiel und umfasst auch die Wetten, die ja vielmehr ein Geschicklichkeitsspiel sind, aber sei es drum. Jedenfalls zeigt dieses System Wirkung und eine Glücksspielsucht tritt beim Online Anbieter praktisch nicht auf. Das Spielverhalten oder auch die Wettgewohnheiten werden von geschultem Personal beobachtet. Stellen die Experten fest, dass ein Kunde irrationale Aktionen zeigt und zum Beispiel vermehrt viel Geld verliert, wird ihm geholfen. Er darf sich Limits einstellen, aber sollten diese keine Wirkung zeigen und eine Glücksspielsucht drohen, wird der oder die Gefährdete gesperrt und an eine geeignete Beratungsstelle verwiesen.

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